Festakt und Tag der offenen Tür im Juni

Alle Fotos: Heinz Boye, Langförden
Alle Fotos: Heinz Boye, Langförden

Jubiläumsfeier und Einweihung der Pflegeeinrichtung

Gleich zwei gute Gründe zum Feiern hatte das Aphasie-Zentrum Anfang Juni:

Das 15jährige Jubiläum der Einrichtung sowie die Einweihung der Pflegeeinrichtung "St. Johnnes-Gut".

Am Freitag, den 04. Juni fand zu diesem Anlass ein Festgottesdienst in der Langfördener Kirche und anschließend ein Festakt mit rund 250 geladenen Gästen statt.

Auch die niedersächsische Sozialministerin Frau Äygul Özkan war der Einladung gefolgt. In ihrer Ansprache dankte sie der Stifterin Frau Maria Bergmann für ihr Engagement und lobte die Einrichtung als ein wichtiges Element im niedersächsischen Gesundheitswesen. Anschließend besichtigte sie noch die Räumlichkeiten und zeigte sich sehr interessiert.

In einer beeindruckenden Talkrunde mit Dr. Andreas Winnecken als Moderator schilderten die Betroffenen Ulrich Wiethaus und Kirsti Mönkedieck von ihrem Schicksal und der Hilfe, die sie im Aphasie-Zentrum fanden.

Der stellvertretende Landrat Josef Kläne sowie der Bürgermeister Uwe Bartels würdigten in ihren Grußworten die Bedeutung der Einrichtung für die Region und das besondere Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Frau Monika Blunck sprach als Vorstandsmitglied im Namen des Bundesverbandes Aphasie e.V. Glückwünsche aus und Herr Bernd Scheele als Bewohner der neuen Pflegeeinrichtung lobte die herzliche und familiäre Atmosphäre im Haus.

Zum Abschluss des Festaktes überreichte der Architekt Norbert Plicht einen symbolischen Schlüssel an Frau Bergmann und Pfarrer Ernst Halbe segnete die Räumlichkeiten und die Menschen, die darin leben und arbeiten.

 

Am Samstag, den 05. Juni nutzten rund 1.500 Besucher bei strahlendem Sonnenschein die Möglichkeit, die Angebote der Sprach-, Ergo- und Physiotherapie kennenzulernen und die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.

 

Im Haus konnten sich die Besucher von erfahrenen Therapeuten über das Störungsbild Aphasie und die Möglichkeiten der Behandlung aufklären lassen.

Umfangreiche Informationen über Pflege- und Hilfsmittel boten die verschiedenen Aussteller auf dem Gelände und zwei Autorenlesungen von Betroffenen standen ebenfalls auf dem Programm.

 

 

Aphasie-Zentrum "Ausgewählter Ort im Land der Ideen"

Aphasie-Zentrum beim Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen erfolgreich"

Das Aphasie-Zentrum wurde Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet. Theodor Lanfermann von der Deutschen Bank Oldenburg übergab die Ehrentafel "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" an Werner Dornieden (Geschäftsführer).

 

Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Aphasie-Zentrum die unabhängige Jury. Damit ist die Einrichtung Teil der größten Veranstaltungsreihe Deutschlands, die bereits im fünften Jahr von der Deutschen Bank und der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt wird.

 

Jeder "Ausgewählte Ort 2010" wird sich an einem Tag des Jahres mit einer Veranstaltung präsentieren. Am 20. Juli 2010 plant das Aphasie-Zentrum neben der offiziellen Preisübergabe einen Aktionstag, der u.a. auch von Betroffenen gestaltet werden soll.

 

 

 

Kompetenz mit Dr. Andreas Winnecken erweitert
Eva Rilling (Ltd. Sprachtherapeutin), Dr. Winnecken und Herr Werner Dornieden

Mit der Einrichtung einer Koordinatorenstelle für Entwicklung und Konzept im Mai 2009 konnte Herr Dr. Andreas Winnecken aus Hamburg als neuer Mitarbeiter im Aphasie-Zentrum gewonnen werden.

Zu den Aufgaben von Herrn Dr. Winnecken gehört die Intensivierung von Kontakten zu medizinischen Einrichtungen, Selbsthilfegruppen und Verbänden sowie einer wissenschaftlichen Begleitung des interdisziplinären Behandlungsangebotes im Zentrum selbst.

Herr Dr. Winnecken arbeitet seit 1987 klinisch im Bereich der Neurologischen Rehabilititation und war in den letzten siebzehn Jahren Leiter einer Aphasiestation in einer großen norddeutschen Rehabilitations- und Akuteinrichtung. Dr. Winnecken studierte in Braunschweig, Göttingen, Aachen und Zürich.

Dr. Winnecken ist ausgewiesen durch eine Vielzahl von Konzepten im Bereich der Aphasiebehandlung. Er ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Klinische Linguistik e.V., seit 1997 bestellter Supervisor des BKL und aktiv in der Postgraduierten-Ausbildung (LiP) von Klinischen Linguisten tätig.

Dr. Winnecken ist auch ausgebildeter systemischer Paar- und Familientherapeut, seit Jahren in der universitären Lehre tätig, Konzeptersteller von Studiengängen für Fachtherapien im Gesundheitswesen und Begleiter von wissenschaftlichen Projekten im Bereich der Aphasiologie.