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Einführung in die Unterstützte Kommunikation bei neurogenen Sprach- und Sprechstörungen im Erwachsenenalter
Termin: 01. und 02. April 2011
Zeiten:Freitag: 15.00 bis 18.15 Uhr Samstag: 8.30 bis 15.30 Uhr
Dozentin: Daniela Päßler-van Rey, Logopädin (Bsc.), Dipl.Lehrlogopädin (Lehr- und Forschungslogopädie)
Zielgruppe: SprachtherapeutInnen/LogopädInnen
Inhalt:
Unterstützte Kommunikation (UK) wird von Personen genutzt, deren Kommunikationsfähigkeit aufgrund von Sprach- und Sprechstörungen verschiedener Genese eingeschränkt ist. Alternativ und/oder ergänzend zur Lautsprache werden sowohl körpereigene Kommunikationsformen, wie Mimik und Gestik als auch hilfsmittelgestützte Formen der Kommunikation, wie Kommunikationstafeln und elektronische Hilfen eingesetzt. Zudem kann der Gebrauch elektronischer Hilfen zur Umfeldsteuerung (z.B. Ein- und Ausschalten von Licht und Radio) sinnvoll sein. Dabei steht die Ursache der Kommunikationsbeeinträchtigung nicht im Vordergrund. Unterschieden werden die Profile non-verbal und non-speaking. Non-speaking geht vom Fähigkeitsprofil: Sprache gut, Sprechen beeinträchtigt aus, wie es z.B. bei einer Sprechapraxie der Fall ist. Hierbei steht die Unterstützung und Ergänzung der beeinträchtigten Lautsprachproduktion im Zentrum. Im Gegensatz dazu sind beim zweiten Profil non-verbal sowohl Rezeption als auch Sprachproduktion beeinträchtigt. Dies trifft i.d.R. auf Menschen mit einer Aphasie zu. Bei dieser Gruppe werden UK-Methoden neben der Vermittlung von Inhalten zur Unterstützung des Sprachverständnisses eingesetzt, z.B. durch gesprächsbegleitendes Zeigen auf Bildsymbole.
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Nutzung von Methoden der UK sowie die Einbindung in den Alltag ohne fachliche Anleitung und Training erfolgen. Kommunikationshilfen können sowohl zum Erreichen störungsspezifischer Ziele beitragen (z.B. Nachsprechen, Benennen, semantisches Sortieren) als auch eine Stütze in der kommunikativpragmatischen Therapie (z.B. Rollenspiele, In-Vivo) sein. Dabei sollen die Patienten und deren Angehörige aktiv in den Prozess der Hilfsmittelanpassung eingebunden und gemeinsam Ziele festgelegt werden.
Gerne können die TeilnehmerInnen eigene PatientInnen vorstellen!
Die Teilnahme setzt Grundwissen in der Behandlung von neurogenen Sprach- und Sprechstörungen (insbesondere Aphasie, Sprechapraxie) voraus.
Folgende Inhalte werden erarbeitet:
Theoretischer Hintergrund:
- Zielgruppen und Methoden der Unterstützten Kommunikation (UK)
- Erläuterung von Fachbegriffen
- Übersicht und Vergleich von (nicht-)elektronischen Kommunikationshilfen
Diagnostik und Therapieplanung:
- Vorstellung verschiedener Diagnostika
- Hilfen zur Auswahl einer geeigneten UK-Methode
Therapie:
- Kompetenzen der Logopädie/Sprachtherapie
- Planung und Durchführung einer UK-Intervention
- UK: Prothese oder Stimulation
- Gründe für das Scheitern einer UK-Maßnahme
- Methodisches Vorgehen in der Therapie: von der Zielformulierung zur Durchführung am Beispiel der elektronischen Kommunikationshilfe "TouchSpeak"
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